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Stadtbibliothek Hannover

21.01.2020

Stadtbibliothek Hannover

Stadtbibliothek Hannover
Bildquelle: Stadtbibliothek Hannover

Die Stadtbibliothek Hannover verfügt auf Grund ihrer über 570-jährigen Geschichte und ihres langjährigen wissenschaftlichen Anspruchs über umfangreiche Altbestände. Darunter befindet sich eine große Anzahl an potentiellem NS-Raubgut.

Im Oktober 1943 wurden in Folge eines Bombenangriffs über 50 Prozent des damals ca. 180.000 Bücher umfassenden Gesamtbestandes zerstört. Um die massiven Bestandslücken zu schließen, akquirierte die Stadtbibliothek in der frühen Nachkriegszeit große Mengen an Literatur unklarer bzw. zweifelhafter Herkunft. So war beispielsweise seit langem bekannt, dass die Stadtbibliothek 1946 vermittelt über das Hauptstaatsarchiv Hannover Bestände aus dem Archiv des NSDAP-Gaus Südhannover-Braunschweig übernommen hatte.

Diese und andere besonders NS-Raubgut-verdächtige Zugänge der frühen Nachkriegszeit werden seit 2017 im Rahmen des von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts „Zweifelhafte Provenienzen im Bestand der Stadtbibliothek Hannover“ systematisch überprüft und dokumentiert. Eines der zentralen Ziele des Projektes ist es, die als NS-Raubgut identifizierten Bücher an ihre rechtmäßigen Eigentümer*innen bzw. deren Erb*innen oder Rechtsnachfolger*innen zurückzugeben.

Stadtbibliothek Hannover
Provenienzforschung
Hildesheimer Straße 12
30169 Hannover

https://www.hannover.de

Email: stadtbibliothek-Provenienzforschung@hannover-stadt.de
Tel. +49(0)511 168-32048
Fax: +49(0)511 168-46410



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